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Pornos zusammen im Kino gucken

Deep Throat hat nicht nur mehr Geld eingespielt als die Mega-Schnulzen von James Cameron, die Produktionskosten des bekanntesten Pornostreifens überhaupt lagen auch EXTREM weit unter denen eines normalen Hollywood Blockbusters.

Na, was machen die beiden wohl gleich? © flickr/Zia deda

Weil Pornos nunmal Teil unserer Kultur sind, wird auch zusammen zelebriert. Man geht ins Kino und schaut sich bei Filmfestivals Pornos an, das Licht geht sogar aus. Früher war es heller als unter dem Flutlicht im Stadion, damit sich auch niemand unsittlich berührt.

Das Porno Filmfestival ist ganz normal

Während die großen Zeitungen mal wieder durchkauen, warum die Leute im Smartphone und Internetzeitalter wieder zurück ins Kino gehen, um sich Pornos anzugucken, nutzt der normale Mensch die Zeit und lacht im Moviemento in Berlin-Kreuzberg.

Dieses Jahr stand Geschichtsbewußtsein auf dem Plan, wie wurden Pornos das, was sie heute sind? Selbst in den Stummfilmzeiten liefen als Anregung für die Kunden schon erotische Filme ohen Ton in Bordellen.

Im Porno Kino trifft man den Arbeitskollegen

Also sitzt man in Kino mit der besten Freundin und trifft noch einen Arbeitskollegen. Auch während ein großer Penis auf der Leinwand zu sehen ist, klopft man dezent auf die Schulter und fragt nochmal kurz wegen der Handlung nach. Die ist nämlich nicht ohne. Fremdgehen ist ein gutes Mittel, um das eingeschlafene Eheleben wieder in Schwung zu bringen. Ganz schön liberal!

Klar, man will auch ein wenig zeigen, wie offen und locker man drauf ist, aber wir haben ja auch die Radios nicht verbrannt als der Laptop ins Wohnzimmer einzog. In den 70ern gab es bereits eine Welle des öffentlichen Porno guckens, es war nicht ganz so entspannt, nicht ganz so tolerant, aber es war erlaubt. Eigentlich gar nicht verwunderlich, denkt man an Mad Men und die verrauchte, ungesunde damalige Welt.

Das Filmfestival für Pornos ist ausverkauft

Die meisten Vorstellungen sind ausverkauft, nicht ohne Grund. Es geht wirklich auch um die Geschichte der Pornos, “Naked came the stranger” bringt das gesamte Kino zum Lachen, es wird gegrölt und gejubelt. Die Sexszenen werden ruhig angeguckt, doch schon nach kurzer Zeit geht das Geflüster los. “Man, die waren damals ja behaart.” Und Muskelkater vom Trainieren hatten die Männer wohl auch nicht!

Vor allem das veränderte Schönheitsideal fällt auf und die zuckerwattenartige Leichtigkeit, die die Streifen ausstrahlen. Eine wundervolle heile Welt, Burn-Out und Depressionen scheinen noch nicht erfunden, dabei gab es doch schon “Moderne Zeiten” von Chaplin, es muss ein Irrtum gewesen sein, bis in die 70er war die Welt noch in Ordnung. Und Intimrasur gab es auch nicht.

Pornos für die Masse, Pornos für zu Hause

Ob Radley Metzgers Klassiker, The Devil in Miss Jones (1973) und Behind the Green Door (1972), beeindruckend ist vor allem die Handlung und die Kreativität. Es sind zurecht Klassiker, Teil eines großen  Umbruchs. Man muss ein wenig suchen um sie zu finden, ein Filmfestival ist auch gut, um eine Selektion präsentiert zu bekommen. Angucken sollte sie jeder Filmfan.

Die Pornos, die man sich zusammen anguckt, die ein wenig “ernster” sind, die guckt sich die breite Masse dann wohl doch hinter verschlossener Tür an. Ist ja auch besser so, trotz aller Toleranz.Similar Posts:

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