Spielformen beim Golf
Es gibt zahlreiche Varianten, Golf zu spielen. Beim Golfsport und damit bei allen offiziellen Turniern sind allerdings nur zwei Arten in den Regeln festgelegt.
Diese zwei offiziellen Arten des Golfspiels sind das Lochspiel und das Zählspiel.
Bei beiden Spielarten geht es um das gleiche Ziel, nämlich den Golfball mit Hilfe diverser Schläger in das Loch zu bekommen und dabei so wenig Schläge wie möglich zu benötigen. Aus der Anzahl der Versuche wird das sogenannte Handicap berechnet.
Spielformen beim Golf – Lochspiel und Zählspiel
Das Lochspiel oder Match Play ist die ursprüngliche Art des Golfspielens. Dabei vereinbaren die beiden Mitspieler eine Gesamtzahl an zu spielenden Löchern.
Jedes Loch wird dabei einzeln gezählt und von dem Spieler gewonnen, der den Ball mit weniger Schlägen als der Gegner einlocht. Baut ein Spieler die Führung so weit aus, dass er bereits mehr Löcher gewonnen hat als noch zu spielen sind, so gewinnt er.
Benötigen beide Spieler die gleiche Anzahl an Schlägen für ein Loch, so zählt es für die Gesamtzahl nur als halber Punkt. Standardmässig besteht eine Runde aus 18 Loch. Wenn beide Spieler auch nach dem letzten Loch die gleiche Anzahl an gewonnenen Punkten haben, kommt es zum Stechen. Dabei entscheidet meist das nächste gewonnene Loch den Sieg.
Das Zählspiel, auch Stroke Play genannt, zählt erst seit 1759 zu den offiziellen Spielweisen. Im Unterschied zum Match Play zählen hier nicht die gewonnenen Löcher, sondern die Gesamtzahl der Schläge für alle Löcher. Gewinner ist, wer insgesamt die wenigsten Schläge benötigt hat, um alle Löcher abzuschließen.
Bei dieser Spielart gibt es zusätzlich die Möglichkeit zur Neun-Loch-Runde statt den üblichen 18 Loch. Bekannte Golfturniere mit Profispielern laufen meist über vier Runden. Dabei berechnet sich für jeden Spielers ein bestimmtes Handicap, welches von der Punktzahl abgezogen wird.
Bei dieser Spielform wird jedes Loch bis zum Ende gespielt, man darf nicht – wie beim Lochspiel – in ausweglos erscheinenden Situationen dem Gegner den Schlag schenken. Es gibt allerdings Varianten wie das Zählspiel nach Stableford, das mit wesentlich weniger Zeitaufwand zu spielen ist. Dieses System verwendet eine eigene Zählweise mit Stableford-Punkten.
Um Punkte zu bekommen, spielt man gegen eine durch das Par bestimmte Vorgabe und versucht, diese möglichst zu schlagen. Wenn man “unter Par” ist, also weniger Schläge für das Loch benötigt als festgelegt, bekommt man mehr Punke. Braucht man zu viele Schläge, ist man “über Par” und bekommt weniger oder gar keine Punkte. Ein Spieler darf den Ball aufheben, wenn er meint, bei einem Loch keine Punkte mehr erzielen zu können.
