Sixpack: Bombige Bauchmuskeln oder Plädoyer für die Plauze?
Die Männermagazine und das Internet sind voll von Ratgebern für den perfekten Waschbrettbauch. Nach intensivem Eigenversagen in vielen qualvollen Jahren voller Vorwürfe sage ich: Wozu eigentlich?
Gerade jetzt zum neuen Jahr, kurz nach den – nennen wir es – „ernährungsintensiven“ Feiertagen, muss doch bei Einigen (übrigens auch bei mir – mal wieder) der Gürtel wieder etwas lockerer geschnallt werden. In der Regel sehen wir Männer sowieso nicht so aus, wie Brad Pitt in „Troja“. Aber was soll’s? Die meisten Frauen sehen auch nicht aus wie Heid Klum oder Scarlett Johannson!
Auf Waschbrett trainiert und ‘nen Bottich bekommen
Eigentlich war dieser Blog – schon allein wegen der vielen guten Vorsätze fürs neue Jahr – als Anleitung zum Training für die Super-Abs geplant, doch die findet man im Internet zur Genüge. Für jene, die sich an den Übungen nicht sattlesen können, fasse ich sie unten auch gern noch einmal – aufs Essentielle reduziert – zusammen. Was Männer aber auch mal verdient haben, ist das Plädoyer für die Plauze!
Bauchmuskeln sind – nach eigener Erfahrung – die so ziemlich am schwierigsten zu trainierende Körperregion überhaupt. Zumindest wenn man nicht schon von Natur aus mit ihnen gesegnet ist. Bei vielen Männern liegt einfach eine feine Fettschicht zwischen Haut und Waschbrett (das ja meist sogar vorhanden ist – nur eben „versteckt“), die extrem schwierig und nur unter höchster Disziplin abzutrainieren ist. Wer das schafft – Respekt!
Lieber Kicken als Rumpf-Knicken
Bitte nicht falsch verstehen: Das hier soll kein Rat zur Fettsucht sein. Immerhin erhöht sich mit dem Bauchumfang auch das Herzinfarktrisiko – und zwar exponentiell. Deshalb sollte man dringend darauf achten, dass die Figur nicht völlig aus dem Leim geht. Sport ist wichtig! Doch anstatt sich wochenlang vergeblich mit dem Sixpack-Wunsch und –Training zu quälen, nur um am Ende den Sport enttäuscht gänzlich aufzugeben, sollte lieber eine Freizeitaktivität gewählt werden, die auch Spaß macht und nebenbei gut für die Figur ist. Kicken mit den Kumpels zum Beispiel – oder Funsport wie Paintball und Klettern.
Sixpack-Tipps für Hartgesottene
Spätestens wenn die Liebste dennoch laufend fragt, wann man denn nun endlich anfange zu kochen – schließlich habe man(n) die (Fett-)Schürze ja schon um – bzw. die Kumpels nicht laufend fragen, wann es denn endlich mit der Geburt soweit sei, hier ein paar kurze, effektive Tipps für’s Sixpack.
Dass Sit-Ups zum Training gehören, ist Ihnen hoffentlich klar. Ohne die geht’s nicht. Für die seitlichen Bauchmuskeln (bei Frauen sehr beliebt), seitlich hochziehen. Als Abwechslung auch mal an die Sprossenwand hängen (oder auf den Kinderspielplatz gehen) und ein paar Klappmesser machen (Beine im Hängen gerade nach vorn hochziehen, ohne die Knie zu beugen). Auch das Knie-anziehen während einzelner Klimmzüge ist nicht nur effektiv, sondern auch zeitsparend, weil man zwei Übungen verbindet. Das sind sie eigentlich schon, die wichtigsten Übungen.
Doch effektives Krafttraining allein reicht nicht, um die ungeliebte Wampe loszuwerden. Erst zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung und Ausdauereinheiten zur Fettverbrennung lassen sich die Bauchmuskeln so richtig austrainieren.
Wie immer: Die goldenene Mitte
Generell gilt für Männer: Solange die Brust größer ist als der Bauch, ist alles im Lot. Und damit ist nicht die Senkbrust gemeint. Also lieber regelmäßig unter die Hantelbank legen und gleich noch den Bizeps mit trainieren. Das geht schneller, man sieht kurzfristig Erfolge – und die Wampe fällt nicht mehr so auf.

