Internet-Knigge: Der richtige Umgang mit sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Inzwischen gibt es einen Internet-Knigge, der Regeln für den richtigen Umgang im digitalen Zeitalter aufstellt.
Soziale Netzwerke nehmen einen immer größeren Teil im Leben vieler Menschen ein. Besonders in den jüngeren Generationen gibt kaum jemanden, der sich nicht in der virtuellen Welt von Facebook & Co bewegt. Dabei vergessen viele, dass die verbreiteten Informationen nicht nur von den engsten Freunden zur Kenntnis genommen werden, sondern schnell die Runde machen und unter Umständen beim Falschen ankommen, z.B. beim zukünftigen Arbeitgeber. Um Pannen und Peinlichkeiten zu vermeiden, sollte man sich an einige Regeln halten.
Ehrlich währt am längsten
Ehrlichkeit kommt auch in der Welt der globalen Online-Communities gut an. Wer einem Sozialen Netzwerk beitritt, sollte dies unter seinem richtigen Namen tun. Spitz- und Fantasienamen führen nur zu Verwirrungen und sind oft einfach nur peinlich. Auch sollte man es möglichst bei einem Profil belassen. Pflegt man mehrere Profile in einem Netzwerk, kommt schnell der Verdacht auf, man habe etwas zu
verbergen. Netzwerke wie Facebook machen es durch vielfältige Feinabstimmungen möglich einzelnen „Freunden“ nur bestimmte Informationen zugänglich zu machen. So lassen sich sowohl Privat- als auch Geschäftskontakte auf einem Profil vereinen. Ehrlichkeit sollte man auch bei den Angaben über die eigene Person walten lassen. So macht es sich weniger gut, wenn man sich als Manager ausgibt, eigentlich aber nur Erfahrungen in der Praktikantenposition gesammelt hat – besonders wenn sich ein zukünftiger Arbeitgeber auf das Profil verirrt hat.
Weniger ist mehr – Privatsphäre schützen
Die meisten sozialen Netzwerke bieten die Möglichkeit viel von sich preis zu geben. Vor dem Gesichtspunkt, dass das eigene Profil von vielen Menschen angesehen werden kann, sollte man jedoch aufpassen, in welcher Form man diese Möglichkeiten nutzt. So mögen unvorteilhafte Partyfotos für Freunde vielleicht ganz witzig sein, doch werfen sie ein schlechtes Licht auf die eigene Person. Man sollte seine Freunde bitten, auf das Hochladen solch bloßstellender Fotos zu verzichten und im Gegenzug auch selbst die Privatsphäre anderer respektieren. Auch sollte man darauf achten, welche Textnachrichten für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Persönliche Inhalte sollten besser als private Nachricht verschickt als beispielsweise an die Pinnwand gepostet zu werden. So können unangenehme Situationen vermieden werden. Auch mit Angaben, die andere Personen involvieren, wie z.B. der Beziehungsstatus, sollten mit Vorsicht umgegangen werden – zu schnell kommt es hier zu Missverständnissen, die die Partnerschaft negativ beeinflussen.
Der richtige Ton in der digitale Welt
Die Kommentarfunktion ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation im Internet – und all zu schnell genutzt. Doch sollte man sich bewusst machen, dass man einmal gepostetes nicht mehr so schnell Rückgängig machen kann. So lohnt es sich einmal tief durchzuatmen und auf evtl. beleidigende, wütende oder gar drohende Kommentare zu verzichten. Ein stets respektvoller Ton vermeidet Ärger mit anderen und den Netzwerkbetreibern. Sollte man selbst persönlich angegriffen werden, nehmen freundliche oder humorvolle Reaktionen dem Angreifer den Wind aus den Segeln. Das kommentarlose Löschen von solch unangenehmen Nachrichten wird hingegen als “unsouverän” gewertet und sollte nur als letzter Schritt in Erwägung gezogen werden. Insgesamt gilt: Nicht provozieren lassen – dann ist man auf der sicheren Seite.
Sozialen Netzwerken mit Bedacht nutzen
Die sozialen Netzwerke sollten mit Bedacht genutzt werden. Wer ständig online ist vermittelt den Eindruck, nichts besseres zu tun zu haben. Besonders bei der Arbeit sollte man nicht ständig Präsenz auf Internetplattformen zeigen – das kann den Falschen auffallen. Und auch wer immer mitteilt, was er gerade macht, kann schnell als nervig eingestuft werden. Man will ja nicht als Mensch mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom gelten, deshalb ist auch hier weniger oft mehr. Das selbe gilt für Freundschaftsanfragen. Das wahllose Versenden solcher, wird besonders von Frauen als unangebrachtes Freundesammeln empfunden und kommt weniger gut an.
