Der Schützenverein – Sportschießen für den Mann
Schützenvereine sind Sportgemeinschaften zur Ausübung des Schießsports, die historisch auf Schützenbruderschaften zurückgehen. Bei Wettbewerben, u.a. den Olympischen Spielen, sind deutsche Sportschützen überaus erfolgreich.
Der sportliche Umgang mit Waffen ist in Deutschland streng geregelt. So wacht der Deutsche Schützenbund (DSB) – größter Dachverband von Sportschützen und viertstärkster Sportverband in Deutschland – über einen geregelten sportlichen Schießbetrieb nach dem Waffengesetz.
Geschichte des Schützenvereins in Deutschland
Ihren Ursprung haben die heutigen Sportschützenvereine in den im 19. Jahrhundert im Zuge der napoleonischen Kriege entstandenen Schützenbruderschaften. Mitglieder waren meist Kriegsveteranen, beispielsweise ehemalige Freikorps-Soldaten, die in diesen Organisationen zunächst auch politische Interessen verfolgten.
In Bayern gehen Schützenvereine größtenteils auf Vereinigungen von Bauern und Bürgern zu Wehrmannschaften zu Verteidigungszwecken zurück. Im Laufe der Zeit verloren die militärischen und politischen Zwecke der verbände zunehmend an Bedeutung, sodass heute nunmehr der sportliche Wettbewerb beim Schießsport im Vordergrund steht.
Sportschießen – Training für Körper und Geist
Der Umgang mit Sport-Schusswaffen ist ein absoluter Präzisionssport. Ziel ist es, durch die Erzeugung eines Einklangs von Körper und Geist – einer Kombination aus Körperbeherrschung und mentaler Kontrolle – das Zentrum einer Schießscheibe zu treffen. Diese ist meist aus einzelnen ineinander liegenden Ringen (dem „Spiegel“) aufgebaut, deren Punktwert zum Zentrum hin ansteigt. Je näher also der Treffer an der Mitte der Scheibe ist, desto höher ist die erreichte Punktzahl.
Vom Deutschen Schützenbund betreute Einzeldisziplinen:
- Gewehr
- Pistlole
- Wurfscheibe
- Bogen
- Laufende Scheibe
- Vorderlader
- Feldbogen
- Armbrust
- Sommer-Biathlon
