Back to the roots – Beim Tontaubenschießen die Jagd simulieren
Tontaubenschießen oder Wurfscheibenschießen ist in Deutschland jagdlich wie sportlich eine sehr beliebte Disziplin. Der Schütze muss mit dem Gewehr dem Objekt folgen und dann abdrücken. In Vereinen kann man lernen, richtig und sicher mit der Waffe umzugehen, ohne gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Oder man geht erst mal online auf die Jagd.
Präzisionssportarten wie das Tontaubenschießen gehören zu den gut angesehenen Schießsportarten. Es geht nicht um sinnentleertes Rumgeballer, sondern um die Simulation der Jagd. Für diesen Sport braucht man Konzentration und Geschick. Er lässt beim Mann seine Urinstinkte wieder aufleben.
Mit einer Waffe fühlt der Mann sich als Beschützer und Jäger. Aber auch Frauen gefällt dieser Sport. Die olympischen Disziplinen werden von beiden Geschlechtern erfolgreich ausgetragen.
Das Schießen ist ein beliebter Sport, ob im Schützenverein oder freizeitmäßig beim Paintball. Die Arten des Tontaubenschießens unterscheiden sich durch die Waffe, das Gewicht die Schrotladung, die Wurfscheiben und die Regeln der verschiedenen Stände.
Simulation der Jagd
Ursprünglich ahmt das Tontaubenschießen natürlich die Jagd auf Niederwild nach. Wer kein Jäger ist und seine Arbeit in freier Wildbahn verrichten kann, muss auf eine der vielen anderen Möglichkeiten zurückgreifen. In einem Jagdparcours kann man sich der Kunst des Flintenschießens hingeben. Interessant ist hier, dass der Schütze vom Flugobjekt überrascht wird, die Ausgangsrichtung und die Flugbahn sind also nicht festgelegt.
Durch Compak Sporting aus den USA ist diese Art des Sports auch auf begrenztem Raum möglich. Die Wurfscheiben können „Auf Schuss“, „Simultan“ oder „Raffahle“ (direkt hintereinander) von den Maschinen abgefeuert werden.
Skeetschießen und Trap
Beim jagdlichen Skeet werden in den verschiedenen Ständen einzelne Wurfscheiben oder Dubletten abgeschossen. Skeet ist eine der jagdlichen Wettkampf-Disziplinen, die vom Deutschen Jagdschutz-Verbund organisiert werden. Beim jagdlichen Trap werden 15 Wurfscheiben in zufälligem Winkel und Höhe mit dem Gewehrschaft am Becken beschossen. Für Wettkämpfe schießt man in Rotten aus mehreren Schützen.
Beim Schießsport auf ZZ- oder Helices-Wurfscheiben schießen die Schützen mit einem Abstand von 21 Metern auf 12 Elektrotauben, um in die nächste Runde zu kommen. In jeder Runde wird der Abstand und die Frequenz erschwert.
Tontaubenschießen als (olympischer) Sport
Der Doppeltrap ist mittlerweile eine olympische Disziplin. Unter vorgeschriebenen Winkeln und Höhen beschießt der Schütze insgesamt 150 Wurfscheiben verschiedener Stände in drei Durchgängen. Der Deutsche Schützenbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Doppeltrap- und die sportlichen Skeetwettkämpfe zu organisieren.
Beim sportlichen Skeet hat der Schütze im Gegensatz zum jagdlichen nur einen Schuss auf die zeitlich zufallsgenerierten Wurfscheiben. In verschiedenen Ständen profilieren sich die besten Schützen der Rotten und gehen in die nächste Qualifikationsrunde.
Bei der olympischen Disziplin Trap wird in Serien von jeweils 25 Wurfscheiben auf weiße, gelbe, orange oder schwarze Wurfscheiben geschossen. Die Scheiben werden vom Schützen mündlich abgerufen und das Gewehr liegt im Unterschied zur jagdlichen Trap bereits mit der Wange an. Zusätzlich sind die Abstände höher und die Geschwindigkeiten der Scheiben erreichen bis zu 70km/h.
Ausrüstung zum Tontaubenschießen
Beim Tontaubenschießen benutzt man immer eine mit Schrot geladene Flinte (Handfeuerwaffe mit glatter Laufbohrung), allerdings gibt es Unterschiede in der Kalibergröße, d.h., wie viel Gramm Schrot bei einem Schuss abgegeben wird. Eine Brille und ein Gehörschutz gehören auch oft zur Ausrüstung eines Schützen. Verschiedene Wurfscheiben unterscheiden sich in Größe, Gewicht und Fluggeschwindigkeit.
In den 5 verschiedenen Schießanlagen gelten jeweils andere Regeln. Am häufigsten findet man Schießstände für die Disziplin Skeet und Trap. Aber auch die Kombination dieser mit anderen Scheiben beim Compak-Sporting ist sehr beliebt bei Männern, die sich wie ein Jäger auf der Jagd fühlen wollen.
